Montag, 18. Mai 2009

Und jetzt räumt Microsoft das (Servervirtualisierungs-)Feld von hinten auf: Hyper-V 2008 R2

Microsoft betreibt gerade sehr stark virales Marketing, auf allen Microsoft affinen Blogs ist etwas über die neue, kommende Hyper-V Version 2008 R2 zu lesen und das zu recht.

Microsoft räumt das Servervirtualisierungsfeld von hinten auf und setzt mit vielen neuen Features den Mitbewerb unter Druck.

Features:
  • Live Migration - VMotion bzw. XenMotion aus dem Hause Microsoft, d.h. Verschieben von virtuellem Maschinen im laufenden Betrieb
  • Fail-over Clustering - auch unter Restart HA bekannt, stürzt ein Hostsystem ab so werden die Workloads auf einem anderen Host automatisch neugestartet
  • 64 logische Prozessoren (Cores) am Hostsystem
  • 1TB RAM am Hostsystem
  • 384 laufende virtuelle Maschinen und 512 virtuelle Prozessoren pro Server
  • CPU Core Parking - erlaubt es nicht genutzte CPU Cores auszuschalten um Strom zu sparen, ganz im Sinne von Green IT
  • Processor Compatibility - die Möglichkeit virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb zu migrieren, auch wenn sich die CPUs unterscheiden (z.B. zwischen einem System mit Core 2 Duo und Core 7i (Nehalem), nicht aber zw. AMD und Intel)
  • Jumbo Frames in virtuellen Maschinen
  • Hot add / remove von virtuellen SCSI Festplatten - hinzufügen und entfernen von virtuellen Festplatten im laufenden Betrieb
  • VM Chimney (TCP offloading support in virtuellen Maschinen) - die Möglichkeit virtuellen Maschinen eine dedizierte Netzwerkkarten zuzuweisen und somit die virtuelle Netzwerkkarte zu umgehen
und das Beste zum Schluss: alle diese Features sind in der kostenfreien Edition, dem Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 enthalten.

Diesen kann man sich aktuell als Release Candidate bereits für Proof-of-Concept und Pilotumgebung herunterladen.

Viele weitere Features (z.B. P2V, Patch-Management uvm.) kommen mit dem Einsatz des System Center Virtual Maschine Managers R2 noch hinzu, und das nicht zu knapp. Diese werden allerdings ein andermal besprochen.

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