Donnerstag, 18. November 2010

Mit virtuellem Fundament dynamisch wachsen

Die Assmann Beraten + Planen GmbH hat Speicher und Server virtualisiert und dadurch die IT-Infrastruktur flexibler und leistungsfähiger gemacht. Der Dortmunder Baudienstleister kann dynamisch wachsen und spart gleichzeitig Hardware und Betriebskosten ein.

Es gibt eigentlich nichts, was die 170 Mitarbeiter der Assmann Beraten + Planen GmbH aus der Fassung bringen könnte. Das Unternehmen plant, steuert und entwickelt bundesweit große, komplexe Bauprojekte. Ebenso engagiert erbringt es aber auch einzelne Leistungen wie das Controlling. Kompetent und hoch motiviert spielen die Dortmunder in der ersten Liga bei den Beratungs-und Planungsunternehmen in Deutschland.

Nicht minder ambitioniert ist die EDV-Abteilung: Sie will auch künftig neue Anforderungen der Fachbereiche flexibel und zügig umsetzen – und hat deshalb Server und Speicher virtualisiert. Denn wann immer die Ingenieure, Architekten oder andere Fachkräfte ans Werk gehen, entstehen riesige Datenmengen. „Wir müssen unzählige Baupläne, Briefe, Protokolle und Berichte sicher speichern und verwalten“, erzählt EDV-Leiter Bernd Platzek. Auch die teilweise winzig kleinen Dateien entpuppten sich in der Vergangenheit als riesige Ressourcenfresser: Backups durchzuführen, mehr Speicherplatz oder neue Server einzurichten, kostete Stunden, wenn nicht gar ein ganzes Wochenende. Die neue Infrastruktur sollte daher nicht nur besonders leistungsfähig und hochverfügbar, sondern auch einfach zu administrieren sein.

Anzahl der Server halbiert
Für die beiden symmetrischen Rechenzentren des Baudienstleisters wurden zwei Storage Area Networks (SAN) eingerichtet. Kernelement ist jeweils ein Server mit der SANmelody-Software von DataCore. Die Storageserver stellen die Plattenressourcen für die VMware-Umgebung mit 2 ESX-Servern bereit. ESX setzt direkt auf dem physischen Server auf und partitioniert ihn in mehrere virtuelle Maschinen. Dadurch lassen sich die Hardwareressourcen dynamisch zuweisen und deutlich besser auslasten. „Wir haben die Server von 22 auf 11 reduziert und den Verwaltungsaufwand drastisch zurückgefahren“, sagt Herr Platzek. „Anstatt für jede neue Applikation einen neuen Server anzuschaffen, legen wir jetzt mit wenigen Mausklicks eine virtuelle Maschine auf dem ESX-Server an oder stellen einen weiteren Citrix-Server in die Farm.“

Mehr Speicherplatz auf Knopfdruck
Das EDV-Team steuert über SANmelody die Größe der Festplatten, die VMware nutzen darf. Acht Terabyte stehen zur Verfügung, davon sind fünf an die ESX-Server gegeben, die den Speicherplatz den virtuellen Maschinen zuteilen. Dadurch lässt sich der Speicherplatz rasch und flexibel skalieren. „Ging uns früher der Speicherplatz aus, war der Aufwand groß. Das kostete uns manchmal fast ein ganzes Wochenende. Jetzt geben wir einfach über SANmelody weitere 100 Gigabyte frei und drücken die ‚ok‘-Taste. Schon ist wieder ausreichend Speicherplatz verfügbar“, sagt Herr Platzek. Ebenso leicht lässt sich jede beliebige Festplatte an die SANmelody-Server anschließen.

Dreimal so schnell speichern
„Die Storage-Lösung ist nicht nur kostengünstig, sondern auch äußerst schnell“, lobt der IT-Leiter. Denn die beiden SANmelody-Server speichern die Daten im RAM zwischen und spiegeln sich synchron. Falls ein System einmal ausfällt, sind die Daten sofort wieder verfügbar. Ein weiterer Vorteil: Die gesamte Umgebung, lässt sich während des laufenden Betriebs warten. „Das klappt reibungslos. Wir verschieben alle virtuellen Maschinen auf einen ESX-Server und führen das Upgrade auf dem anderen Server durch - und umgekehrt“, berichtet Herr Platzek. Das spart Zeit und Nerven, ebenso wie die Datensicherung mithilfe der Snapshot-Technologie. Während der VMware-Server das normale Backup durchführt, packt er gleichzeitig alle Änderungen des laufenden Betriebs in eine gesonderte Datei. Im Anschluss integriert VMware die nachträglichen Änderungen in die Backup-Datei. „Wir sind sehr viel flexibler und schneller geworden. Mittags um 12 können wir das Backup starten, ohne den Betrieb zu stören, und brauchen dazu nur noch ein Drittel der Zeit“, freut sich Herr Platzek.

Der EDV-Leiter ist hoch zufrieden mit der Lösung: „Die neue Landschaft ist leicht administrierbar und hoch performant. Dadurch können wir die Fachbereiche noch effizienter unterstützen, ohne einen weiteren Mitarbeiter einstellen zu müssen. EDV-technisch spielen wir damit im Baubereich ganz vorne mit.“ Auch die Zusammenarbeit mit der Cema AG möchte er nicht mehr missen. Die Kompetenz und das Zwischenmenschliche überzeugten sofort. „Wir sind froh, einen solchen Partner gefunden zu haben und werden künftig auch weitere IT-Projekte mit der Cema durchführen“, resümiert Herr Platzek zufrieden.