... berichtet vom CEMA IT-Consultant Jens Festag
Ende August fand in San Francisco die VMworld statt.
Hier
eine kurze Aufstellung über die wichtigsten Neuerungen:
vSphere 5.1
Am 11. September gibt es das
nächste große Update der Virtualisierungslösung mit über 100 Verbesserungen und
neuen Features. Die für alle Kunden erfreulichste Neuerung ist die Abschaffung
der vRAM Lizensierung. Sprich: künftig können die ESXi Hosts wieder mit
beliebig viel RAM ausgestattet werden ohne zusätzliche Lizenzen!
Eine weitere Neuerung ist die
Möglichkeit, künftig VMotion ohne ein Shared Storage durchzuführen. Das heißt:
Es können auch VMs auf ESXi Hosts mit lokalen Platten den Server ohne Downtime
wechseln. Alle VMware Lizenzeditionen (ab Essentials Plus) erhalten zudem die
Möglichkeit, VMs zwischen verschiedenen ESXi Hosts zu replizieren (LAN oder
WAN), damit diese im Fehlerfall z.B. in einer Remotesite wieder neu gestartet
werden können.
Neben der Möglichkeit, künftig
noch größere VMs zu erstellen (64 vCPUs und 1 TB RAM), wird ein Neustart der VM
nach einem Update der VMware Tools künftig überflüssig - sie können im
laufenden Betrieb der VM aktualisiert werden.
Immer bedeutender wird der neue Web-basierte
vSphere Client, welcher bereits mit der Version 5.0 eingeführt wurde. Er wird
künftig den Windows Client komplett ablösen. Einige neue Features - wie das
neue Enhanced VMotion (s.o.) setzen den Web-Client sogar voraus. Die neue
Version des vCenter Servers bietet neben einer besseren Performance nun einen
Single-Sign-On Dienst an. Dieser ermöglicht dem Anwender, sich nur einmal mit
dem Client anzumelden, um auf mehrere vCenter und deren Komponenten aus
unterschiedlichen Verzeichnisdiensten zuzugreifen. Auch dieses Feature setzt
den neuen Web-basierten Client voraus.
Im Netzumfeld wird nun endlich
das Protkoll LACP unterstützt. So ist es künftig erleichtert, die Netzlast auf
mehrere Netzwerkadapter aktiv zu verteilen. Der neue „Network Health Check“ des
Distributed vSwitches überprüft aktiv die anliegen VLANs, die MTU Size sowie
den Linkstatus eines jeden Netzadapters. Dies dürfte Konfigurationsfehler in
diesem Umfeld künftig vermeiden.
vCloud Suite
Die neue vCloud Suite ist eine
Zusammenfassung mehrerer VMware Produkte, welche es dem Kunden ermöglichen,
eine komplette „Private“ oder „Hybride“ Cloud Infrastruktur zu betreiben. Je
nach Lizenzedition (Standard, Advance, Enterprise) beinhaltet das Bundle
§ vSphere Enterprise Plus
§ vCloud Director
§ vCloud Networking and Security
(ehemals vShield)
§ vCenter Site Recovery Manager
§ vCenter Operations
§ vCenter Chargeback Manager
§ vCenter Configuration Manager
§ vCenter Infrastructure Navigator
§ vFabric Application Director.
Die Lizenzen basieren alle auf
CPU Sockel (keine VM oder Core- oder Memorybeschränkungen). Kunden mit
derzeitiger Enterprise Plus Lizenzierung haben begrenzt die Möglichkeit, ihre
Lizenzen kostenlos auf die kleinste vCloud Edition zu migrieren, welche immerhin
neben vSphere Enterprise Plus den vCloud Director sowie vCloud Networking and
Security Standard enthält. Für weitere Informationen wenden Sie sich hierzu an einen
Sales Consultant der CEMA.
Enduser Computing
Im Bereich des Enduser Computings
wurde die neue VMware Horizon Suite angekündigt. Verfügbar voraussichtlich Ende
des Jahres beinhaltet sie neben den bisher erhältlichen Produkten Horizon
Application Manager, vCenter Operations for View und Thinapp auch Horizon
Mobile (den Smartphone Hypervisor für Android und dann auch Apple‘s iOS),
Projekt „Appblast“ (Bereitstellen von Windowsbasierten Anwendungen auf
sämtlichen Endgeräten, welche HTML5 beherrschen) sowie Projekt „Octopus“ (die
Dropbox für Unternehmen zum selbst betreiben). Die Suite wird u.a. neben VMware
View-basierten Desktops und Thinapp Anwendungen auch in der Lage sein, Citrix
XenApp Anwendungen bereitzustellen.
Was gab es sonst noch?
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VMware verabschiedete seinen CEO, Paul Maritz, der
im Unternehmen bleibt (VMware / EMC), aber mit noch unklarer neuen Rolle. Sein
Nachfolger ist Pat Gelsinger (vorher COO bei EMC).
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Richard Garsthagen, Director of Cloud Business
Development EMEA von der Firma Oracle, traf in einem Interview die Aussage, das
die Virtualisierung von Oracle-basierten Produkten auf VMware vSphere
Umgebungen mit der Hilfe von den sog. „Host Affinity Rules“ und einem
kombiniertem Protokolieren der VMotion Vorgänge nicht das Oracle Software
License Agreement (OSLA) verletzte. In der Vergangenheit forderte Oracle, das
alle CPUs eines ESXi Clusters lizensiert werden müssen, selbst wenn ein Oracle
Server stets nur auf einem ESXi Host betrieben wurde.
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