Mittwoch, 5. September 2012

Neues von der VMworld 2012


... berichtet vom CEMA IT-Consultant Jens Festag
 

Ende August fand in San Francisco die VMworld statt.
Hier eine kurze Aufstellung über die wichtigsten Neuerungen:

 
vSphere 5.1

Am 11. September gibt es das nächste große Update der Virtualisierungslösung mit über 100 Verbesserungen und neuen Features. Die für alle Kunden erfreulichste Neuerung ist die Abschaffung der vRAM Lizensierung. Sprich: künftig können die ESXi Hosts wieder mit beliebig viel RAM ausgestattet werden ohne zusätzliche Lizenzen!

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, künftig VMotion ohne ein Shared Storage durchzuführen. Das heißt: Es können auch VMs auf ESXi Hosts mit lokalen Platten den Server ohne Downtime wechseln. Alle VMware Lizenzeditionen (ab Essentials Plus) erhalten zudem die Möglichkeit, VMs zwischen verschiedenen ESXi Hosts zu replizieren (LAN oder WAN), damit diese im Fehlerfall z.B. in einer Remotesite wieder neu gestartet werden können.

Neben der Möglichkeit, künftig noch größere VMs zu erstellen (64 vCPUs und 1 TB RAM), wird ein Neustart der VM nach einem Update der VMware Tools künftig überflüssig - sie können im laufenden Betrieb der VM aktualisiert werden.

Immer bedeutender wird der neue Web-basierte vSphere Client, welcher bereits mit der Version 5.0 eingeführt wurde. Er wird künftig den Windows Client komplett ablösen. Einige neue Features - wie das neue Enhanced VMotion (s.o.) setzen den Web-Client sogar voraus. Die neue Version des vCenter Servers bietet neben einer besseren Performance nun einen Single-Sign-On Dienst an. Dieser ermöglicht dem Anwender, sich nur einmal mit dem Client anzumelden, um auf mehrere vCenter und deren Komponenten aus unterschiedlichen Verzeichnisdiensten zuzugreifen. Auch dieses Feature setzt den neuen Web-basierten Client voraus.

Im Netzumfeld wird nun endlich das Protkoll LACP unterstützt. So ist es künftig erleichtert, die Netzlast auf mehrere Netzwerkadapter aktiv zu verteilen. Der neue „Network Health Check“ des Distributed vSwitches überprüft aktiv die anliegen VLANs, die MTU Size sowie den Linkstatus eines jeden Netzadapters. Dies dürfte Konfigurationsfehler in diesem Umfeld künftig vermeiden.

 
vCloud Suite

Die neue vCloud Suite ist eine Zusammenfassung mehrerer VMware Produkte, welche es dem Kunden ermöglichen, eine komplette „Private“ oder „Hybride“ Cloud Infrastruktur zu betreiben. Je nach Lizenzedition (Standard, Advance, Enterprise) beinhaltet das Bundle

§  vSphere Enterprise Plus

§  vCloud Director

§  vCloud Networking and Security (ehemals vShield)

§  vCenter Site Recovery Manager

§  vCenter Operations

§  vCenter Chargeback Manager

§  vCenter Configuration Manager

§  vCenter Infrastructure Navigator

§  vFabric Application Director.

Die Lizenzen basieren alle auf CPU Sockel (keine VM oder Core- oder Memorybeschränkungen). Kunden mit derzeitiger Enterprise Plus Lizenzierung haben begrenzt die Möglichkeit, ihre Lizenzen kostenlos auf die kleinste vCloud Edition zu migrieren, welche immerhin neben vSphere Enterprise Plus den vCloud Director sowie vCloud Networking and Security Standard enthält. Für weitere Informationen wenden Sie sich hierzu an einen Sales Consultant der CEMA.

 
Enduser Computing

Im Bereich des Enduser Computings wurde die neue VMware Horizon Suite angekündigt. Verfügbar voraussichtlich Ende des Jahres beinhaltet sie neben den bisher erhältlichen Produkten Horizon Application Manager, vCenter Operations for View und Thinapp auch Horizon Mobile (den Smartphone Hypervisor für Android und dann auch Apple‘s iOS), Projekt „Appblast“ (Bereitstellen von Windowsbasierten Anwendungen auf sämtlichen Endgeräten, welche HTML5 beherrschen) sowie Projekt „Octopus“ (die Dropbox für Unternehmen zum selbst betreiben). Die Suite wird u.a. neben VMware View-basierten Desktops und Thinapp Anwendungen auch in der Lage sein, Citrix XenApp Anwendungen bereitzustellen.

 
Was gab es sonst noch?

-          VMware verabschiedete seinen CEO, Paul Maritz, der im Unternehmen bleibt (VMware / EMC), aber mit noch unklarer neuen Rolle. Sein Nachfolger ist Pat Gelsinger (vorher COO bei EMC).

-          Richard Garsthagen, Director of Cloud Business Development EMEA von der Firma Oracle, traf in einem Interview die Aussage, das die Virtualisierung von Oracle-basierten Produkten auf VMware vSphere Umgebungen mit der Hilfe von den sog. „Host Affinity Rules“ und einem kombiniertem Protokolieren der VMotion Vorgänge nicht das Oracle Software License Agreement (OSLA) verletzte. In der Vergangenheit forderte Oracle, das alle CPUs eines ESXi Clusters lizensiert werden müssen, selbst wenn ein Oracle Server stets nur auf einem ESXi Host betrieben wurde.

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