Hier meine ersten Eindrücke:
Der Download [1b] ist denkbar klein (4,88 MB) und hat das neue Dateiformat .msu (Eigenständiges Microsoft Update-Paket). Die Installation dieser Datei fordert dann wie erwartet zum Neustart des Windows 7 (RC1 ist Voraussetzung) Rechners auf - Den Neustart kann man dann auch gleich zum Aktivieren von VT im BIOS benutzen (Vorsicht: Trusted Execution [2] wird noch nicht unterstützt und sollte ausgeschaltet bleiben.). Nach dem Neustart hat man dann einen neuen Ordner mit dem Namen "Windows Virtual PC" im Startmenü.

Klickt man nun auf den Punkt "Virtuelle Computer", so öffnet sich ein neuer Ordner unter dem angemeldeten Nutzerprofil und man sieht, dass der Windows Virtual PC komplett in Windows bzw. den Windows Explorer integriert ist.
So, nun aber mal auf "Virtuellen Computer erstellen" geklickt...Und schon öffnet sich ein ganz normaler Windows 7 Dialog, der die Parameter der VM abfragt. Danach sieht man dann die Maschine in seinem VM-Ordner. Starten der VM heißt allerdings nicht "Starten" sondern "Öffnen" ;-)
Die Einstellungen der VM sehen folgendermaßen aus:
Am spannendsten fand ich hier den Punkt "Autoveröffentlichen", der die folgende Beschreibung und einen leeren Hilfe-Eintrag aufweist :)Sie können dem Menü "Start" Verknüpfungen mit den auf dem virtuellen Computer installierten Programmen hinzufügen. Die Virtual PC-Integrationkomponenten müssen installiert sein, um diese Einstellungen zu aktivieren.
Wow - Das muss ich ausprobieren. Also mal auf den Eintrag "Virtual Windows XP" im Startmenü geklickt und die Datei VirtualWindowsXP.msi (456 MB) von Microsoft heruntergeladen. Dann die Datei installiert - Dabei wird dann eine VM mit Windows XP SP3 erstellt. Nachdem die VM gestartet war, erhielt ich dann einen zusätzlichen Ordner im Startmenü meines Windows 7 der den Namen "Virtual Windows XP Anwendungen" trägt. In diesem Ordner findet man dann aber mangels installierter Anwendungen in der VM nur den "Windows Katalog", der den Internet Explorer startet...
Und schon hatte ich ein Windows 7 Laptop mit einem Internet Explorer in der Version 8 und einem in der Version 6 (aus der VM mit Windows XP).
OK, so weit so cool - Wie funktioniert das Ganze?Zu allererst erzählt uns die Liste der installierten Software in der Windows XP VM, dass nur die folgenden zwei Komponenten erforderlich sind:
- Hotfix für Windows XP (KB961742-v3) [3]
- Virtual PC-Integrationskomponenten (werden wie VMware-Tools aus der VM-GUI heraus installiert - iso mounten ;-))
Fazit:- Windows 7 wird von Tag zu Tag interessanter und wird Microsoft eine Menge Umsatz bringen.
- Diese Funktionalität ermöglicht es z.B. Webentwicklern drei verschiedene Versionen des Internet Explorers auf ihrem Notebook mit sich rumzuschleppen.
- Die Allianz zwischen Citrix und Microsoft funktioniert gut - Microsoft hat gelernt seamless Applications zu bauen.
- Die Microsoft Entwickler orientieren sich eventuell sogar an Innovationen aus der Mac-Welt (siehe VMware Fusion - Unity View).
- In der IT wird häufig der offensichtliche Weg (Nutzung von RDP) beschritten...
[1b] http://www.microsoft.com/downloadS/details.aspx?familyid=65E1C5EB-DF9B-415F-B2D6-27F6EF5DCEB9&displaylang=en
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Trusted_Execution_Technology
[3] http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=943b6ac7-87f2-45df-a516-21321d559ac3&displaylang=en
[4] http://www.chebucto.ns.ca/~rakerman/port-table.html