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Freitag, 7. August 2009

XenServer-VM Festplatte verkleinern

[For an english version of this article - please click here.]

Gerade bei p2v-Migrationen kommt es häufiger vor, dass man nach dem eigentlichen p2v-Vorgang eine VM mit riesiger Festplatte hat. Leider wird von Citrix die Verkleinerung von XenServer-VM-Festplatten nicht unterstützt [1]. Hierfür gibt es einen Workaround aus alten ESX-Server Tagen:
  1. Füge der entsprechenden VM eine Festplatte mit der Zielgröße hinzu.
  2. Starte die VM von der gparted-Live-iso [2].
  3. Kopiere und verkleinere die Quell-Partition auf die Ziel-Festplatte mit gparted.
  4. Setze die Ziel-Festplatte auf aktiv (damit sie bootet).
Dieser Vorgang klappt so ziemlich mit jeder Virtualisierungs-Lösung...

[1] http://support.citrix.com/article/ctx116114
[2] http://gparted.sourceforge.net/livecd.php

PS: Um vhd-Dateien in der Größe zu verändern, gibt es noch das folgende Tool.
http://vmtoolkit.com/files/folders/converters/entry87.aspx

Montag, 20. Juli 2009

CTRL + ALT + DELETE in virtuellen Maschinen (VMware, Citrix, Microsoft)

Wer kennt es nicht, man sitzt vor seiner virtuellen Maschine, welche einen höflich um die Eingabe der Tastenkombination CTRL + ALT + DELETE (STRG + ALT + ENTF) bittet und drückt diese voller Elan und dann ... hat natürlich nicht die virtuelle Maschinen, sondern das lokale System reagiert.

Da mir das selbst öfter mal passiert, ich aber auch schon viele Kunden dabei erwischt habe, hier das Einmaleins der Tastenkombination CTRL + ALT + DELETE in den virtuellen Welten von VMware, Citrix und Microsoft.

Im folgende die Auflistung der Tastenkombination, welche statt CTRL + ALT + DELETE genutzt werden sollten.
  • VMware ESX und Workstation: CTRL + ALT + INSERT (STRG + ALT + EINFG)
  • Citrix XenServer: CTRL + ALT + INSERT (STRG + ALT + EINFG)
  • Microsoft Hyper-V: CTRL + ALT + END (STRG + ALT + ENDE)
Und ab jetzt dürfte es keine mehr aus Versehen passieren, dass man CTRL + ALT + DELETE statt der oben genannten Tastenkombinationen drückt!

Montag, 30. März 2009

brandheißer Installtionstipp zu XenServer 5.0 Update 3

Heute erscheint der neue Hotfix 3 für XenServer 5.0. Dieser beinhaltet die neuen Lizensierungsmodelle des XenServers und ist somit die erste offizielle, freie XenServer Version mit einem erheblich aufgestockten Funktionsumfang.

Und nach der Ankündigung nun zum eigentlichen Tipp:
Beim Einspielen des Hotfix 3 sollte zunächst unbedingt der Pool Master eines Ressourcepools aktualisiert werden. Wird nämlich zuerst ein Pool Member aktualisiert, so wird dieser nach der Aktualisierung nicht mehr richtig booten und nicht mehr dem Ressourcepool beitreten.

Sollte man diesen Fehler jetzt schon begangen haben, so stellt das aber auch kein Problem dar. Einfach im Nachgang den Pool Master updaten und im Anschluss den inkonsistenten Pool Member neustarten. Danach kommunziert er auch wieder fleisig mit dem Pool Master und tritt dem Ressourcepool wieder bei.

Update: Mittlerweile ist der offizielle Citrix Support Artikel CTX120619 erschienen.

Montag, 23. Februar 2009

Servervirtualisierung zum Nulltarif (neue kostenfreie Citrix XenServer Edition)

Citrix hat heute wieder ein paar sehr interessante Ankündigen, welche wirklich "Game changer" sein könnten, getätigt.

Die erste und wohl überraschenste Ankündigung ist die sofortige und kostenfreie Verfügbarkeit von XenServer mit folgendem Feature Set:
  • P2V & V2V Conversion
  • Shared SAN and NAS Storage
  • Centralized Multi-Server Management
  • Resilient Distributed Management Architecture
  • Live Motion
  • Shared VM Template Library
  • Centralized Configuration Management
  • Virtual Infrastructure Patch Management
  • Intelligent Inital VM Placement
  • Intelligent Server Maintenance Mode
  • Fine-Grained CPU Resource Controls
  • Hot-swappable Disks and NICs
Highlights sind wohl Live Motion (XenMotion) und das Centralized Configuration Management. Nicht dabei sind allerdings bekannte Dinge wie High availability, Historical performance reporting und E-mail alerting for performance and errors.

Diese wandern in ein neues Produkt, welches auch heute angekündigt wurde. Hierbei handelt es sich um Citrix Essentials for XenServer. Dieses Produkt ist wiederrum in zwei Editionen (Enterprise und Platinum) verfügbar.

Wie zu sehen kommen zu den bekannten Features (Provisioning Server, High availability, etc.) noch weitere Features wie Workflow Orcestration (Workflow Studio) und eine Lab Management Lösung (Automated lab mangement) hinzu.

Weiterhin beinhaltet die Ankündigung dass es zusätzlich zu den Citrix Essentials for XenServer auch eine Hyper-V Version (Citrix Essentials for Hyper-V) geben wird. Ganz im klassichen Value-Add Stil (XenApp zu den Terminal Services) wird nun Value-Add zu Hyper-V geboten. Bereitgestellt werden ähnliche bzw. die gleichen Features wie bei den Essentials for XenServer.
  • Integrated Storage Management
  • Automated Lab Management
  • Dynamic Provisioning Services
  • Workflow Orchestration
  • Multi-hypervisor Support
  • Microsoft Management Support
Offizielle Press Releases:
Weitere Informationen zu diesem Thema:

Donnerstag, 12. Februar 2009

Elastische Rechen Wolke...

Man nennt den neuen Dienst von Amazon auch Elastic Compute Cloud (EC2). Der Name lässt es vermuten: Cloud-Computing ist keine Zukunftsspinnerei mehr - Es ist Realität! Ich habe mir mal den Spaß gemacht und mich unter https://console.aws.amazon.com/ angemeldet. Nachdem ich meine Kreditkarten-Daten hinterlegt hatte, durfte ich dann auch gleich eine sogenannte Instance (virtuelle Maschine) aus einem Image (Template) erzeugen. Das sogenannte EC2 Dashboard, das man für solche Aktionen verwendet, ist sehr aufgeräumt und selbsterklärend.
Verfügbare Images sind w2k3 DataCenter Edition (in 32 oder 64bit mit oder ohne SQL2005), Fedora Core und andere Linux-Derivate. Also ich mir gleich eine Windows-VM erzeugen lassen. Dabei musste ich dann noch entscheiden, ob ich big oder small haben möchte. Nachdem meine small-Variante fertig provisioniert war (dauerte ca. 5 min), musste ich mir erstmal mein Admin-Kennwort entschlüsseln lassen (über eine WebApp).Und dann konnte ich mich auch schon mit meiner geliebten mstsc.exe mit dem öffentlichen Hostnamen (ec2-174-129-106-133.compute-1.amazonaws.com) meiner gerade erzeugten VM verbinden. Was tut ein echter Virtualisierungs-Spezialist zuerst? Na klar, er stellt erst einmal die Rahmendaten seiner VM fest...
...und was sieht das geübte Auge? Wir haben es hier mit einer Xen-VM auf einem RedHat-Host zu tun - Wäre jetzt nicht meine erste Wahl gewesen aber man will ja nich meckern ;-)
Ein Blick in die installierte Software offenbart dann noch folgendes:
Na gut, wir haben also eine recht nackige Windows-Maschine. Jetzt wollen wir doch mal schauen, was die virtuelle Hardware so hergibt: Ein Blick in den Gerätemanager verrät, dass wir 1,6GB RAM und eine kleine 2,6 GHz Opteron CPU haben. Weiterhin haben wir eine Systemplatte mit 10GB und eine Datenplatte mit 150GB - das ist ordentlich! Hmm...
...IOMeter! Tja was soll ich sagen? Ich war verblüfft - habe auf die schnelle 32k-seq gelesen und geschrieben und bin jeweils auf 54-57 MB/s gekommen. Das ist ein echt ordentlicher Wert bei so einem Service, der eindeutig auf Masse ausgelegt ist. (Habe jetzt für zwei Stunden Spielerei sage und schreibe $0,32 Kosten auf meinem Account stehen...)
Ach so, dass die Internet-Anbindung der Maschine fantastisch ist, konntet ihr Euch bestimmt schon denken :)

Was aber noch viel cooler ist, sind die zusätzlichen Features, die man sich buchen kann:
  • EBS Volumes - Das sind Festplatten, die von VMs unabhängig sind. D.h. man kann diese dann an mehreren VMs benutzen. (EBS steht für Elastic Block Store)
  • Elastic IPs - Das sind öffentliche IP-Adressen, die man auch auf eine der VMs hängen und später auch verschieben kann. (IP steht für Internet Protocol ;-))
Mein Fazit: Cloud Computing ist keine Spinnerei mehr. Für kleine Unternehmen, wird diese Art der Datenhaltung in Zukunft das Optimum darstellen. Aktuell kann ich aber noch keinem deutschen Unternehmen raten auf eine solche Plattform etwas anderes als eine DEMO-Umgebung abzulegen. Erstens ist dieser Service offiziell noch in der Beta-Phase und zweitens liegen die Daten in einem amerikanischen RZ! D.h. jegliche Daten, die auf die Systeme gebracht werden, wandern auch erstmal fleißig um die halbe Welt durchs Internet. Kann man zwar alles ordentlich verschlüsseln aber wie gesagt, die Daten liegen nicht auf ihrem eigenem Storage...!

Mittwoch, 4. Februar 2009

Krieg der (virtuellen) Welten (VMware vs. Citrix)

Es ist immer wieder amüsant wie sich VMware und Citrix in der Blogsphäre gegenseitig bekriegen. Teilweise geht es hier zu wie im Kindergarten.

“Mein Hypervisor ist schneller, meiner ist schmaler und meiner kann viel mehr!”

Beispiele kann man in der aktuellen Diskussion, welche Virtualisierungslösung besser geeignet ist um XenApp Workloads zu betreiben, finden.

Angriff VMware:
VROOM!: Virtualizing XenApp on XenServer 5.0 and ESX 3.5.
Gegenschlag Citrix:
VMware Wins! (Bad Science Required)

Wir als unabhängiger Berater können hier auch nicht wirklich eine Stellung beziehen, den um eine der meisten Aussagen von Brian Madden zu zitieren “It depends!”. Die perfekte Lösung ist ganz einfach von den Anforderungen des Kunden und dessen Umgebung abhängig und das Beste was man hier als Dienstleister tun kann: die passende Lösung zusammen mit dem Kunden suchen, finden und realisieren.

Einen sehr großen und unabhängigen Test haben die Kollegen von den Login Consultants/PQR durchgeführt und als Resultat kam folgendes raus: der Virtual Reality Check (VRC).

The goal of Project VRC is to investigate, validate and give answers to the following questions:

  • How does various Microsoft Windows Client OS’s  scale as a virtual desktop?
  • How does a VDI infrastructure scale in comparison (virtualized) Terminal Server?
  • Which performance optimization on the host and guest virtualization level can be configured, and what is the impact of these settings on user density?
  • With the introduction of the latest hypervisor technologies, can we now recommend running large scale TS/CTX workloads on a virtualization platform?
  • How do the two usage scenarios compare, that is Microsoft Terminal Server [TS] only, versus TS plus XenApp?
  • How do x86 and x64 TS platforms compare in scalability on bare metal and virtualized environments?
  • What is the best way to partition (memory and vCPU) the Virtual Machines the hypervisor host, to achieve the highest possible user density?

Bei diesen Benchmarks kann man einen gewissen Trend, welche Virtualisierungsplattform für welchen Workload am Besten geeignet ist, erkennen. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um 100% Aussagen. Denn um es noch einmal zu sagen “It depends!”. So mag der eine Kunden seine XenApp Workloads auf VMware ESX abbilden, weil er diese Lösung schon im Unternehmen im Einsatz hat, oder ein andere Kunde Citrix XenServer auf Grund der Einfachheit für alle Workloads einsetzen.

Stehen Sie gerade vor einer solchen Entscheidung? Die CEMA, als führender und unabhängiger Virtualisierungsspezialist, berät sie gerne!

Donnerstag, 22. Januar 2009

Windows 7 und Windows Server 2008 R2 auf XenServer 5 betreiben

Hallo zusammen.

Unsere begeisterten Azubis sind immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Heute wurde ich von einem gefragt wieso denn die neue Windows 7 Beta nicht auf dem XenServer 5 läuft.

Nach kurzer Recherche im Citrix Knowledge Center hat sich folgende Lösung aufgetan.

"1) XenServer 5.0: Due to a bug in the HyperV extensions, installing a Windows 7 OS on XenServer 5.0 server may result in a blue screen or get hung during initialization. In order to install Windows 7 images on a XenServer 5.0 machine, you will need to perform the following workaround:

$ xe vm-param-set uuid=vmuuid platform:viridian=false
You can obtain the vmuuid by running the following command from your host: xe vm-list

2) XenServer Tools: the XenServer tools currently do not work on Windows 7. If you attempt to install them you will experience a blue screen! "

Der Workaround wurde von uns in Zusammenhang mit Windows 7 und Windows Server 2008 R2 Beta 1 verifiziert.

Kudos gehen an James Cannon, welcher die Lösung im Citrix Support Forum präsentiert hat.